# Methode und Datenmodell

## Referenz und Seiten

Grundlage ist Lazars hochgeladener Sammelscan mit 158 Seiten. Die eingebetteten Seitenbilder wurden in Kontaktbögen vollständig visuell durchgesehen; wichtige Titel, Komponistenzeilen und Vergleichsstellen zusätzlich vergrössert betrachtet. Der Scan enthält keinen brauchbaren durchgehenden Textlayer. Es wurde keine vollständige OCR-/Notenerkennung durchgeführt. Die Inventarisierung ist eine manuelle Erstaufnahme; kleinere Binnenabschnitte von Formelsammlungen und schwer lesbaren Handschriften können weitere Untereinträge benötigen.

`pdf_seiten` zählt ausschliesslich die physischen Seiten des Sammelscans, beginnend mit 1. `originalheft_seiten` bezieht sich auf das 38-seitige Heft der Mission Hl. Lukas. Bei Zbornik-Quellen gilt: gedruckte Seite + 16 = PDF-Seite der verlinkten Quelle. Deshalb führt etwa ein Link mit `#page=175` zu gedruckter Seite 159, nicht zu Lazars PDF 175.

## Eintragsgrenzen

Ein Eintrag bezeichnet eine Fassung oder zusammengehörige Formelsammlung. Nicht jede Zeile mit «Аминь» wird ein selbständiges Lied. Mehrere Gesänge auf einem Blatt sind getrennt, wenn sie eigenständige liturgische Funktionen oder Autoren haben; Anaphora- und Dankzyklen können als zusammenhängende Suite verbleiben. Die Palmsonntagsblätter sind eine vorläufige Textgruppe, deren Einzelabschnitte noch aufzuteilen sind.

`gesang` verbindet verwandte Titel/Funktionen. `weitere_fassungen_im_pdf` bedeutet weitere verwandte Einträge; es beweist nicht, dass jeder Eintrag eine andere Melodie hat. So sind die Credo-Blätter L17.1/L17.2 Textvarianten. Wiederholte Scans stehen gemeinsam in `pdf_seiten`: 22/48/119, 38–39/40 und 117/122. Auch dieselbe Antwort an verschiedenen liturgischen Stellen kann mehrfach erscheinen. Die Notiz präzisiert den Fall.

Titel sind lesbar normalisiert, keine diplomatische Wiedergabe sämtlicher Akzente und alter Zeichen. Die deutsche Bedeutung ist eine kurze Orientierung, keine vollständige autorisierte Gebetsübersetzung. Die Umschrift folgt serbisch-lateinischen Buchstaben, bei russischen Zeichen ju/ja/y; sie ist weder wissenschaftliche Transliteration noch gesprochene Aussprachehilfe.

## Drei verschiedene Sicherheiten

1. `identifikation`: Sicherheit von Titel/Autor des Scan-Eintrags.
2. `partituren[].abgleich`: Beziehung einer gefundenen Partitur zum Scan.
3. `aufnahmen[].abgleich`: Beziehung einer Hörquelle zum Scan.

**Sicher:** dieselbe Ausgabe anhand charakteristischer Noten und Layoutmerkmale identifiziert. Das ist kein Gutachten über jeden Druckfehler und keine Lizenzfreigabe.

**Wahrscheinlich:** Werktitel und Komponist/Fassungsname passen, dazu gegebenenfalls Anfang und Tonart. Ganzer Satz oder Stimmenzahl müssen noch bestätigt werden. Eine deutsche oder lateinische Unterlegung wird nicht als wortgleiche Ausgabe bezeichnet.

**Unsicher:** nur Text/Tradition oder teilweise passende melodische Merkmale; andere Bearbeitung möglich. Solche Links sind Vergleichs-/Hörhilfen und dürfen einen beschädigten Scan nicht automatisch ersetzen.

`umfang` unterscheidet Satz, Werk und Kontext. Ein Video kann den richtigen Komponisten nennen, ohne denselben Chorsatz wiederzugeben. Synthetische Notenwiedergabe, Choraufnahme und Aufnahmenverzeichnis sind in Quellentitel/Notiz unterschieden. Keine Aufnahme ist in dieser Arbeitsfassung als vollständig durchgehörter sicherer Abgleich markiert.

## Quellen und Nachprüfbarkeit

Quellen werden zentral in `sources.json` mit Anbieter, URL, Prüfdatum, Rechte-/Lizenznotiz und Einschränkungen dokumentiert. Ein Quellenfund ist kein Beleg dauerhafter Erreichbarkeit. Bei Lern-MP3s wurden die Direktlinks aus den Annotationen des Herausgeber-PDFs übernommen; sie werden gesondert auf Erreichbarkeit geprüft. Ein «offen» bedeutet weder «existiert nicht» noch «gemeinfrei».

Die Strukturprüfung kontrolliert 158 Seiten, gültige Seitenzahlen, eindeutige IDs und auflösbare Quellenbezüge. Sie bestätigt weder musikalische Satzgleichheit noch Rechtslage. Die Aussage «vollständiger Seitendurchgang» ist von «alle Fassungen abschliessend identifiziert» zu unterscheiden.

## Technische Abschlussprüfung

Die Browseransicht zeigt die 80 regulären Einträge, die Zueva-Suche und den aufgeklappten Quellenabgleich korrekt. Querverweise zu ausgefilterten Fassungen heben die Filter auf und führen zum verwandten Eintrag. 37 der 38 direkten Lern-MP3-Links lieferten beim Zugriff Audiodaten; der Psalm-135-Link der Mission Hl. Lukas konnte wegen eines Zertifikatsprüffehlers in der Prüfungsumgebung nicht bestätigt werden. Diese Erreichbarkeitsprüfung ist kein musikalischer Hörabgleich; Details stehen in `data/link-checks.json`.

Der lokale Vorschau-Server liefert Webansicht, Daten und Dokumentation, verweigert aber Originalscan, Recherchekopien und Pfade ausserhalb der Freigabe. Der ZIP-Export enthält eigene Katalogdateien und die Ansicht, keine fremden PDF-/Audio-Dateien. Die Referenzkopie bleibt separat privat.
